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Die Fachberatung: "Obstbaumschnitt" mit Herrn Bötcher findet wie geplant am Montag, dem 07. November um

16 Uhr im Vereinsheim des KGV Energiequelle statt. Bitte informiert auch eure Gartennachbarn darüber.


Gartenkalender August

Nach Ernte der Frühkartoffeln sollte die frei gewordene Fläche sofort wieder bestellt werden. Sie eignet sich gut für die Neuanlage eines Erdbeerbeetes. Bei Abschlußder Pflanzung bis Mitte August ist im nächsten Jahr schon eine gute Ernte zu erwarten,

Häufige Niederschläge im vergangenen Monat und teilweise hohe Luftfeuchtigkeit haben die Infektionsgefahr mit Kraut- und Braunfäule an Tomaten erhöht. Die Pflanzen sind deshalb regelmäßig zu kontrollieren. Befallene Blätter und Früchte müssen schnell entfernt werden, um die weitere Ausbreitung zumindest zu verlangsamen. Der Fungizideinsatz ist wegen der Wartezeit problematisch.

Pflanzenstärkungsmittel (z.B. Neudo - Vital) können eingesetzt werden. Sie haben eine begrenzte vorbeugende Wirkung, eine Wartezeit ist nicht erforderlich.

Abgeerntete Steinobstbäume sollten jetzt geschnitten werden, um noch die Wundheilung zu ermöglichen. Bei der Ernte übersehene Fruchtmumien werden dabei entfernt, da diese im kommenden Jahr die Neuinfektion mit Pilzkrankheiten begünstigen.

Abgetragene Himbeer- und Brombeerruten werden sofort nach Abschluss der Ernte am Boden abgeschnitten und entfernt, ebenso schwache Neutriebe. Bei Himbeeren belässt man etwa 6 bis 8 neue gesunde kräftige Ruten je Meter.

Reifende Früchte an Obstbäumen sind jetzt wieder regelmäßig auf Wespenfraß zu kontrollieren. Über die Fraßstellen breiten sich sehr schnell pilzliche Schaderreger wie die Fruchtmonilia aus. Können die Früchte nicht verwertet werden, sollten sie im Garten unter einer mindestens 15 cm starken Bodenschicht vergraben werden. Enthaltene Nähstoffe verbleiben so im Garten. Eine Alternative ist das Verjauchen zur Herstellung eines Flüssigdüngers.

Chinakohl, Pak Choi und andere Asia-Salate können jetzt noch ausgesät werden. Diese Kohlarten sind sehr schnellwüchsig und liefern bis zum Spätherbst noch schmackhaftes und gesundes Gemüse. Teltower Rübchen sind nach 6 bis 8 Wochen ebenfalls erntereif.

Feldsalat ist nicht nur eine schmackhafte Rohkost in der kalten Jahreszeit sondern auch eine gute Gründüngungspflanze. Speziell für die Herbsternte eignet sich der „Holländische Breitblättrige“. Frosthärter ist der „Dunkelgrüne Vollherzige“ und damit auch für die Frühjahrsernte geeignet. Die Sorten „Vit“, „Baron“, „Medaillon“ und „Trophy“ sind resistent bzw. tolerant gegen falschen Mehltau und eignen sich ebenfalls für Herbst- und Frühjahrsernte. Im August ausgesäter Feldsalat ist im Oktober erntereif. Aussaaten in der 2. Septemberhälfte können ab Dezember bis zum Winterende geerntet werden. Feldsalat sollte nicht zu dicht stehen, damit sich die Pflanzen gut entwickeln können. Beim Vereinzeln können überzählige Pflanzen  problemlos versetzt werden. Feldsalat passt sehr gut in die Fruchtfolge und verhindert wie Gründüngung das Auswaschen der Nährstoffe im Winter.

Bei sonnigem, trockenem Wetter können Würz- und Heilkräuter wie Salbei, Thymian, Rosmarin, Minze, Oregano oder Basilikum geerntet und getrocknet oder eingefroren werden

Bei den derzeitigen Bodentemperaturen ist die Bekämpfung der im Boden lebenden Larven des Dickmaulrüsslers durch Ausbringung von Heterorhabditis - Nematoden möglich. Der Käfer verursacht die Kerben an den Blättern von Rhododendren und anderen Pflanzen während die Larven Fraßschäden an den Wurzeln verursachen.

Vogelfutterplätze sind weiterhin regelmäßig zu kontrollieren, um die Ausbreitung der hochallergenen Ambrosiapflanzen zu verhindern.

Von gesunden, guttragenden einjährigen Erdbeerpflanzen können jetzt noch Jungpflanzen gewonnen werden. Bei auf Mulchfolie oder -vlies stehenden Mutterpflanzen stellt man dazu mit Erde gefüllte Töpfe zwischen die Reihen und befestigt darauf die Jungpflanzen am Ende der Ranken. Die Erde in den Töpfen muß ständig feuchtgehalten werden. So erhält man bis Monatsende kräftige Jungpflanzen mit Topfballen. Diese können auch noch  später gepflanzt werden, wenn die dafür vorgesehene Fläche zur normalen Pflanzzeit bis Ende August noch nicht frei ist.

Bei Süß- und Sauerkirschen sollte der Sommerschnitt jetzt abgeschlossen werden. Bei der Schattenmorelle erfolgt die Fruchtbildung am einjährigen Holz, Peitschentriebe sind deshalb bis zum seitlichen Neuaustrieb zurückzusetzen. Generell sollte der Baumschnitt immer so erfolgen, daß auf seitliche Verzweigungen zurückgesetzt wird.

Für die Stecklingsvermehrung von Buchsbaum werden 10 cm lange kräftige Triebspitzen mit einem scharfen Messer kurz unter einem Blattansatz abgeschnitten und etwa bis zur Hälfte in Töpfe mit Anzuchterde gesteckt. Die Töpfe schattig stellen und feucht halten. Bei heller geschützter Überwinterung erhält man so bis zum Frühjahr Jungpflanzen für die Neuanlage von Buchshecken.

Rosen sind jetzt wieder häufig stark vom Sternrußtau betroffen. Der Befall ist sortenabhängig. Findet man in der Nachbarschaft Pflanzen ohne oder mit nur geringen Befallsymptomen, lohnt  sich ein Versuch der Vermehrung über Stecklinge. Von einem nicht zu starken, ausgereiften  diesjährigem Trieb wird der mittlere Bereich  in Stücke mit drei kräftigen Augen geteilt. Der Schnitt erfolgt jeweils knapp unter bzw. über dem Blattknoten. Das Untere Blatt wird vollständig entfernt, vom zweiten bleibt der Stiel stehen. Die Stecklinge werden bis zum zweiten Auge in Töpfe mit feuchter Anzuchterde gesteckt und halbschattig aufgestellt. Eine Abdeckung mit Folie (z.B. Gefriertüte) oder Glas verhindert ein Austrocknen des Stecklings.

Bei Trockenheit und hohen Temperaturen kommt es bei ungleichmäßiger Wasserversorgung an großfrüchtigen Tomatensorten aber auch mitunter bei Zucchini und Kürbissen zu Faulstellen am Blütenende. Diese Blütenendfäule ist keine Krankheit sondern eine Ernährungsstörung durch Kalziummangel, die auch durch eine übermäßige Stickstoffdüngung begünstigt wird.

 

 


 




Letzte Änderung: 02.08.2016 10:08 Uhr